📌 Beschreibung
Ob beim Gamen, Scrollen, Suchen oder Navigieren – wir hinterlassen ständig digitale Spuren.
Doch wer sammelt diese Daten eigentlich? Und warum?
Personenbezogene Daten und Metadaten werden von Tech-Konzernen,
Werbetreibenden und anderen Akteuren auf vielfältige Weise genutzt –
manchmal zum Nutzen der Nutzer:innen, oft aber auch zu deren Nachteil.
In dieser Lerneinheit erkennst du alltägliche Situationen, in denen Daten erhoben werden,
verstehst die Interessen verschiedener Akteure und reflektierst deine eigene Mediennutzung
vor dem Hintergrund deines Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung.
📚 Hintergrundwissen
Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung wurde 1983 vom Bundesverfassungsgericht
im sogenannten „Volkszählungsurteil" anerkannt und leitet sich aus Art. 2 Abs. 1 i. V. m.
Art. 1 Abs. 1 des Grundgesetzes ab. Es bedeutet: Jede Person hat das Recht,
selbst zu entscheiden, wer welche Daten über sie erheben und nutzen darf.
Seit 2018 konkretisiert die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU dieses Recht
und gibt allen Bürger:innen konkrete Ansprüche: Auskunft über gespeicherte Daten,
Recht auf Löschung („Recht auf Vergessenwerden") und Recht auf Berichtigung falscher Daten.
Für Minderjährige gilt dabei ein besonders starker Schutz.
💡
Merksatz: Daten sind das wertvollste Gut im digitalen Zeitalter.
Wer weiß, wie Daten gesammelt und genutzt werden, kann selbstbestimmt entscheiden!
🔗 Weiterführende Links
Tipp für die Klasse
Führt nach der Lerneinheit eine kurze Diskussionsrunde durch:
Welche Daten gebt ihr täglich preis – und ist euch das bewusst?
Tauscht eure Erfahrungen aus und entwickelt gemeinsam Regeln für einen bewussteren Umgang mit euren
Daten!