📌 Grundprinzip
In der Informatik müssen Daten (wie Texte, Zahlen oder Bilder) so dargestellt werden,
dass Maschinen oder Menschen sie übertragen und verarbeiten können.
Diesen Vorgang nennt man Codierung.
Auf dieser Seite lernst du zwei bekannte und historisch sehr wichtige Codierungen kennen:
Den Morsecode und die Brailleschrift (Blindenschrift).
📊 Wichtige Begriffe
1. Morsecode
Entwickelt ab 1837 von Samuel Morse.
Nutzt nur zwei Symbole: Punkt (·) und Strich (−).
SOS = ··· −−− ···
2. Brailleschrift
1824 von Louis Braille erfunden.
Jedes Zeichen besteht aus 6 Punkten, angeordnet in einem
3×2-Raster (3 Zeilen, 2 Spalten).
Punkte können erhaben (gesetzt) oder flach (leer) sein.
= Punkt gesetzt (erhaben, tastbar)
= Punkt nicht gesetzt (flach)
Beispiel: Der Buchstabe A hat nur Punkt 1 gesetzt –
ein einzelner Punkt oben links in der Zelle.
3. Codierung vs. Verschlüsselung
| Codierung |
Verschlüsselung |
|
Öffentliche Regel (z. B. Morse-Tabelle).
Jeder kann die Nachricht lesen, wenn er die Regel kennt.
|
Geheime Regel (z. B. Passwort).
Nur mit Schlüssel lesbar.
|
| Kein Geheimnis, nur Übersetzung. |
Geheimhaltung ist das Ziel. |
💡 Beispiel: Morsecode
Das Wort „HALLO" wird im Morsecode so dargestellt:
H ···· A ·− L ·−·· L ·−·· O
−−−
Jeder Buchstabe wird durch eine Kombination aus Punkten (·) und Strichen (−) dargestellt.
Buchstaben werden durch Pausen / Leerzeichen getrennt.
💡 Beispiel: Brailleschrift
Das Wort „HALLO" in Brailleschrift:
Die 6 Punkte sind im Raster so angeordnet:
links die Punkte 1 (oben), 2 (Mitte), 3 (unten) –
rechts die Punkte 4 (oben), 5 (Mitte), 6 (unten).
H = Punkte 1, 2, 5 |
A = Punkt 1 |
L = Punkte 1, 2, 3 |
O = Punkte 1, 3, 5